Baerbock soll in die Ukraine reisen

Bundesaußenministerin Baerbock wird in Kürze in die Ukraine reisen. Das kündigte Bundeskanzler Scholz auf einer Pressekonferenz an, ohne einen konkreten Termin zu nennen. Wenige Stunden zuvor hatten Bundespräsident Steinmeier und der ukrainische Präsident Selenskyj miteinander telefoniert. Beide Seiten konnten dabei Unstimmigkeiten aus der Vergangenheit ausräumen und vereinbarten, in engem Kontakt zu bleiben. Die ukrainische Seite hatte im April einen Besuch des Bundespräsidenten abgelehnt, wodurch es zu Irritationen zwischen beiden Regierungen gekommen war. Am Donnerstag wurde auch bekannt, dass Bundestagspräsidentin Bas bereits am Wochenende in die ukrainische Hauptstadt reisen wird.


Putin entschuldigt sich für Aussagen Lawrows

Russlands Machthaber Putin hat sich für die Aussagen seines Außenministers Lawrow und dessen Hitler-Vergleich entschuldigt. Das gab das Büro des israelischen Premierministers Bennett nach einem Telefonat mit Putin bekannt. Bennett sagte, er habe die Entschuldigung akzeptiert und dem Kreml-Chef für dessen Klarstellung gedankt. Aus Moskau hieß es, Russlands Präsident habe die freundschaftlichen Beziehungen seines Landes zu Israel betont. Lawrow hatte am Wochenende die jüdische Abstammung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj zum Thema gemacht und hatte wörtlich gesagt: Das heiße überhaupt nichts, auch Hitler habe jüdisches Blut gehabt.


Geberkonferenz in Warschau: Sechs Milliarden Euro für Ukraine

Bei einer internationalen Geberkonferenz für die Ukraine in Warschau sind mehr als sechs Milliarden Euro zusammengekommen. Der heutige Tag habe gezeigt, dass unsere Unterstützung für die Ukraine weitergehe und es keinen Egoismus unter uns gebe, sagte Polens Regierungschef Morawiecki in seiner Abschlussrede. Die Geberkonferenz war von Polen und Schweden gemeinsam organisiert worden. Partner sind die Präsidenten der EU-Kommission sowie des Europäischen Rates sowie die Vereinten Nationen. Von der Europäische Union kommt ein Hilfspaket im Umfang von 200 Mio. Euro, Deutschland steuert weitere 265 Mio. Euro dazu. Unterdessen forderte der ukrainische Präsident Selenskyj im Rahmen der Geberkonferenz eine moderne Version des Marshall-Plans.


Bulgarien will Ausnahmeregelung für russisches Ölembargo

Nach Ungarn und der Slowakei strebt nun auch Bulgarien eine Ausnahmeregelung beim Importstopp für russisches Rohöl an. Begründet wird dies mit der Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland. Die einzige Ölraffinerie des Landes befindet sich in der Hafenstadt Burgas am Schwarzen Meer und gehört dem russischen Unternehmen Lukoil. Bulgarien könne zwar ohne russisches Öl auskommen, allerdings würde das die Kraftstoffpreise in die Höhe treiben, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Wassilew. Falls die EU-Kommission Ausnahmen abwäge, würde Bulgarien gerne davon Gebrauch machen, so Wassilew weiter.


Mehrheit der Bürger sieht Rassismusproblem in Deutschland

Eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ist der Meinung, dass es in Deutschland Rassismus gibt. Das geht aus der Auftaktstudie zu einem neuen „Rassismusmonitor“ des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung hervor. Demnach wurden 45 Prozent der Befragten schon einmal Augenzeugen rassistischer Vorfälle. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung gibt an, schon einmal selbst von Rassismus betroffen gewesen zu sein. Dabei berichtete junge Menschen häufiger von direkten Rassismuserfahrungen als Ältere. Bundesfamilienministerin Paus kündigte bei der Vorstellung der Studie an, das Engagement gegen Rassismus stärker fördern zu wollen und verwies dabei auf das geplante Demokratiefördergesetz.


WHO-Schätzung: Über 13 Mio. Tote durch Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat, nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO in den Jahren 2020 und 2021 weltweit über 13 Mio. Menschen das Leben gekostet. Die WHO stützt sich bei ihrer aktuellen Bewertung auf die sogenannte Übersterblichkeit, welche die Zahl der erfassten Todesfälle in einem Jahr mit der durchschnittlichen Sterblichkeit in den Vorjahren vergleicht. Die Schätzung umfasst sowohl an Covid-19 Verstorbene als auch Patienten, die aufgrund anderer Krankheiten oder Verletzungen wegen der Überlastung der Gesundheitssysteme nicht rechtzeitig behandelt werden konnten. Die Zahl der Corona-Toten liegt, laut Einschätzung der WHO, bei weltweit 6,2 Mio. Menschen.


USA sollen Ukraine bei Militärschlägen unterstützt haben

Die USA sollen das ukrainische Militär bei gezielten Anschlägen auf russische Generäle unterstützt haben. Das berichtet die „New York Times“. Demnach informierte die Regierung in Washington über Einzelheiten zu erwartender Truppenbewegungen sowie deren Standort und Details über russische, mobile Kommandoposten. Kiew habe die Informationen mit den eigenen Erkenntnissen abgestimmt, um entsprechende Angriffe durchzuführen. Laut Zeitung sollen etwa zwölf russische Offiziere getötet worden sein.


Bundesregierung plant Lieferung von sieben Panzerhaubitzen an Ukraine

Die Bundesregierung plant offenbar die Lieferung von sieben Panzerhaubitzen an die Ukraine. Laut „Bild“ werden die Haubitzen derzeit instandgesetzt und sollen bis Ende Juni einsatzbereit sein. Unterdessen verzögere sich der geplante Ringtausch mit Slowenien, heißt es. Das Land sollte Kampfpanzer an Kiew liefern und dafür Fuchs-Transportpanzer aus Deutschland erhalten. Sloweniens Regierung besteht offenbar auf die Lieferung modernerer Panzer.


Scholz für EU-Aufnahme der Westbalkanländer

Bundeskanzler Scholz hat sich für die Aufnahme der Länder des Westbalkans in die EU ausgesprochen. Der Westbalkan gehöre zu Europa, sagte Scholz nach Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten des Kosovo, Kurti. Dem Land versprach der SPD-Politiker Visa-Erleichterungen. Er werde darüber hinaus die Westbalkan-Länder zu einem Treffen im Rahmen des „Berliner Prozesses“ zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit einladen, so Scholz weiter. Zu den sechs Staaten gehören, neben dem Kosovo, Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Nord-Mazedonien und Albanien.


Deutsche Umwelthilfe gegen Flüssiggas-Terminal vor Wilhelmshaven

Die Deutsche Umwelthilfe fordert den sofortigen Baustopp eines Terminals für importiertes Flüssiggas in Wilhelmshaven. Mit dem Bau drohe die Zerstörung eines Unterwasser-Biotops, zudem würden die Schweinswale gefährdet, teilte der Verein mit. Daher habe man Widerspruch gegen den Bescheid des zuständigen Landesbetriebs für Küsten- und Naturschutz eingelegt. Die ersten Arbeiten für das LNG-Terminal sollen noch in dieser Woche beginnen. Am heutigen Donnerstag wird Wirtschaftsminister Habeck in Wilhelmshaven erwartet, um eine Absichtserklärung zu unterzeichnen, den Standort zu einer Drehscheibe für saubere Energie für Deutschland auszubauen.


Real Madrid erreicht Champions-League-Finale

Real Madrid hat das Finale der Champions League erreicht und tritt damit gegen den FC Liverpool an. Das Team von Trainer Klopp gewann gegen Machester City mit 3:1 nach Verlängerung.
Sportliche Erfolge gibt es auch beim Eishockey: Die Eisbären Berlin sind erneut deutscher Eishockey-Meister und konnten sich damit zum neunten Mal den Titel sichern. Das Team von Trainer Aubin gewann gegen den EHC Red Bull München mit 5:0. Damit holten die Eisbären aus Berlin den entscheidenden dritten Sieg in der Finalserie.

Diese Meldungen wurden am 5. Mai 2022 im Programm von Radio Farbenspiel gesendet.