„Warum nicht?“ war schon immer das Motto von Melissa Naschenweng. Das gilt übrigens nicht nur für das Bekenntnis der Sängerin zur pinkfarbenen Lederhose und Steirischen. Schon als Kind ging Melissa ganz eigene Wege, die nicht unbedingt dem klassischen Bild eines Kärntner Madls entsprachen. Sie lernte Traktorfahren und war das erste Mädchen im Lesachtal, das mit Begeisterung Harmonika spielte.

Familienmensch mit Heimatgefühl

„Ich bin geradezu wildromantisch aufgewachsen, in 1.100 Metern höhe“, berichtet die 30 Jährige Kärntnerin im Gespräch mit Radio Farbenspiel. „Es war wie im Film, die moderne Welt war weit weg“, schwärmt Melissa. In der Früh habe sie, gemeinsam mit dem Papa die Kühe gemolken, anschließend sei man dann per Traktor zur Hütte der Großeltern hinaufgefahren.

Klingt nach jeder Menge Heimatgefühl. Und tatsächlich hat Melissa Naschenweng genau das nach wie vor bewahrt: Trotz Charterfolgen, vierfachem Amadeus-Award und zahlreicher weiterer Auszeichnungen, ist die Sängerin überaus bodenständig geblieben. „Ich singe so viel über Heimat, weil ich immer so starkes Heimweh gespürt habe“, erklärt die Sängerin.

Oma als Lebensberaterin

„Harte Schale, weicher Kern“, diese Charakterisierung treffe schon ganz gut auf sie zu, sagt Melissa im Interview und nimmt Bezug auf ihr Sternzeichen Krebs mit Aszendent Löwe. Innendrin sei sie weich und zerbrechlich, nach außen hin der Löwe. Den lasse sie auf der Bühne raus, bei den weit über 180 Live-Auftritten, welche die Österreicherin im Jahr absolviert. Die TV-Auftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch nicht mitgerechnet. Privat sucht sie die Ruhe, die Ausgeglichenheit und die Vertrautheit ihrer Heimat und der Familie.

Eine besondere Rolle spielt dabei ihre Oma. „Alles, was der Seele gut tut, stärkt das Immunsystem“, habe die Oma immer gesagt. Auf die Gesundheit ihrer Enkelin achtet ‚Oma Naschenweng‘ auch auf andere Weise: Jeden Monat strickt sie für Melissa ein paar warme Socken für den Winter.

Erfolg ist mehr als Auszeichnungen

Erfolg ist für Melissa Naschenweng weit mehr als die Auszeichnungen, auf die sie voller Stolz blicken kann. „All das wäre ohne die Fans gar nicht möglich gewesen“, sagt die Kärntnerin voller Dankbarkeit und fügt an: „Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich so viele Menschen da draußen habe, die das schätzen, was ich mache und wie ich bin. Es ist für mich einfach eine Wertschätzung, und etwas Schöneres gibt es für einen Musiker nicht, dass die Leute auf Konzerte kommen.“ (Bild: Christoph Hatheuer)

„Im Gespräch mit… Melissa Naschenweng“ – Das Interview wurde am 17.07.2022 um 19:10 Uhr im Programm von Radio Farbenspiel gesendet.