[04.08.2022] Der VfB Stuttgart trifft am ersten Spieltag der am Freitag (05.08.2022) beginnenden Bundesliga-Saison auf RB Leipzig. Anpfiff ist am Sonntag, 07.08.2022, um 15:30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena. Erwartet werden zum Heimspiel der Stuttgarter rund 46.000 Zuschauer und damit ein ausverkauftes Haus.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Alexander Wehrle, nannte gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ als Saisonziel den Klassenerhalt. Der solle aber „idealerweise nicht wieder erst in der Nachspielzeit am letzten Spieltag“ gesichert werden, so Wehrle.

Wehrle setzt beim Fortkommen des VfB Stuttgart in erster Linie auf Umsatzsteigerungen bei Zuschauern, Merchandising, Sponsoren und Partnern. Durch zwei Abstiege in den vergangenen Jahren habe man in diesem Bereich stark an finanzieller Substanz verloren. Das gelte es, innerhalb der nächsten Jahre aufzuholen.

Mehr Zusammenarbeit mit Amateurvereinen

Kritik übte der VfB-Vorstandsvorsitzende an der Verteilung der TV-Gelder aus internationalen Wettbewerben unter den Bundesligisten. „Diese sollte bei der zentralen Vermarktung substanziell verändert werden, um mehr Chancengleichheit zu erreichen“, sagte Wehrle und fügte an, für den deutschen Fußball sei wichtig, eine möglichst ausgeglichene Liga zu haben, ohne den FC Bayern als Serienmeister. Nur so bleibe die Liga attraktiv, gerade international.

Wehrle erhofft sich eine engere Zusammenarbeit mit den Amateurvereinen. „Wenn es uns in Zukunft nicht gelingen sollte, junge Menschen für den Fußball zu begeistern, dann werden wir irgendwann auch im professionellen Fußball ein Riesenproblem haben“, so Wehrle. Dazu kündigte er an, dass der VfB auf den Württembergischen Fußballverband zugehen werde, um über die laufende Zusammenarbeit mit Partnervereinen noch mehr Projekte zu initiieren. Wehrle nannte es eine gesellschaftliche Verantwortung.

Vorerst keine weiteren Spielerverkäufe

Weitere Spielerverkäufe schloss Wehrle derzeit aus. Falls Leistungsträger wie Sasa Kalajdic oder Borna Sosa den VfB doch verlassen sollten, müsste man allerdings darüber nachdenken, ob man personell nachjustieren müsse. Dazu müsste aber ein sehr hohes Angebot von einem anderen Verein kommen, sagte Alexander Wehrle den „Stuttgarter Nachrichten“. (Bild: VfB Stuttgart)