[05.08.2022] Wegen langanhaltender Trockenheit ist der Schwarzwald in Gefahr. Es brenne zwar noch nicht, aber man betrachte die Entwicklung mit großer Sorge, sagte der Leiter des Fortsbetriebs Fürstenberg, Jens Borchers, der Deutschen Presseagentur.

Das Adelshaus Fürstenberg ist, nach der Familie Thurn und Taxis, nach eigenen Angaben, mit rund 180 Quadratkilometern Fläche der zweitgrößte private Waldbesitzer in Deutschland, und der größte in Baden-Württemberg. Rund zwei Drittel der Fürstenbergschen Flächen liegen im Schwarzwald.

Veränderung der großklimatischen Situation

Schon vor zwei Jahren habe der Forstbetrieb gemeinsam mit Nachbarn Waldbrandübungen begonnen, sagte Borchers. „Die Feuerwehren waren nicht vorbereitet, aber sehr interessiert.“ Entscheidend sei es, Brandherde früh zu entdecken und zu bekämpfen.

Man habe eine Veränderung der großklimatischen Situation, so Borchers weiter. „Früher haben sich die Tiefs am Schwarzwald abgeregnet. Über dem Schwarzwald kommt in der Vegetationszeit kaum noch Niederschlag an. Das ist wirklich kritisch.“ Auf die Frage, ob er den Schwarzwald als gefährdet ansieht, antwortete Borchers: „Absolut.“

Mit jungen Bäumen gegen den Temperaturwandel

Der Familienbetrieb versuche auf mittlere und längere Sicht, den Wald klimastabil zu machen. Das sei sehr kostspielig. „Je älter die Bäume sind, desto gefährdeter sind sie. Deshalb verjüngen wir den Wald. Junge Bäume können sich besser an den Temperaturwandel anpassen“, sagte Borchers. Es werden demnach auch Baumarten gewechselt. Der Nadelbaum Douglasie erscheine dabei als besonders geeignet. (Bild: pixabay.com)