Landwirtschaftsminister Özdemir übt Brezelbacken in Bad Urach

Die Tradition des handwerklichen Brezelbackens soll als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir begrüßte einen entsprechenden Vorschlag der Bäckerinnung Württemberg, das Handwerk des Brezelbackens zunächst in den „Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes“ aufzunehmen. Die Innung will dazu ein Konzept mit regionalen Trägern ausarbeiten. Die Aufnahme ist Voraussetzung für die Anerkennung als Weltkulturerbe.

Tradition und Produktvielfalt

Özdemir besuchte am Donnerstag eine Filiale der Kette „BäckaBeck“ in seiner Heimatstadt Bad Urach im Landkreis Reutlingen. Dabei würdigte er das Bäckerhandwerk mit seinen Traditionen und der Produktvielfalt. Besonders hob Özdemir die handwerkliche Fertigung der Brezel und ihre lange Historie hervor: „Seit Kindertagen bin ich Brezelfan. Mir ist es ein großes Anliegen, dass diese jahrhundertealte Tradition mit ihrer regional verankerten Produktion erhalten bleibt.“

Brezel in Bad Urach erfunden?

Der Landwirtschaftsminister übte sich selbst in der Wurftechnik der Brezelherstellung und erklärte, dass einer Legende nach die Brezel in Bad Urach erfunden wurde. Als anatolischer Schwabe schlage deshalb sein Herz für den Kulturerbe-Vorschlag. Er wolle dem Verfahren nicht vorgreifen, aber nach erfolgreicher Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis könne er sich vorstellen, dass das Handwerk des Brezelbackens auch für die Aufnahme in die internationale Liste des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werde, so Özdemir. (Bild: BMEL/Photothek)