Der Mann aus den Bergen: Beim Feldberg-Ranger

Um einen Ranger kennenzulernen, muss man nicht nach Kanada, oder in die USA reisen. Auch im Schwarzwald gibt es echte Ranger. Achim Laber ist einer von ihnen und für das Gebiet Feldberg zuständig. Deshalb nennt man den Mann auch Feldberg-Ranger.

Naturnahe Pausenaufsicht

Vor allem die zahlreichen Besucher machen den Einsatz eines Feldberg-Rangers besonders wichtig. Er sei so etwas wie eine Pausenaufsicht, sagt Achim Laber im Gespräch mit Radio Farbenspiel. Man müsse einfach ein wenig lenken, damit nichts aus dem Ruder laufe. Schließlich geht der Feldberg-Ranger allerdings auch mit Gästen auf Tour, um diesen die Schönheiten der Region zu zeigen und zu erklären.

Unterwegs in wunderschöner Gegend

Der Feldberg ist das größte und älteste Naturschutzgebiet Baden-Württembergs. Achim Laber, der am schönen Titisee lebt, hat im Beruf das Rangers eine echte Erfüllung gefunden. Grundvoraussetzung für einen Ranger ist, dass man sich in der Natur wohlfühlt, dass man mit der Natur lebt. „Bei all dem, was der Schwarzwald und insbesondere der Feldberg bieten, ist das wahrlich kein Problem“, so Achim Laber.

Gerade das Gebiet des Feldbergs sei eine wunderschöne Gegend, weiß Ranger Achim Laber. Der Berg ragt mit seinen knapp 1.500 Metern gerade so aus der Zone des Mittelgebirgswaldes heraus, hinein in die subalpine Zone. Deshalb wird der Feldberg auch oft als „subalpine Insel“ im Mittelgebirge bezeichnet. Die Pflanzenwelt ist überaus vielfältig.

Bei 1.493 Metern ist Schluss

Die wirklich großen Raubtiere fehlen am Feldberg. Bären beispielsweise sind seit 250 Jahren ausgestorben, weiß Ranger Achim Laber. Allerdings hätten sich seit rund zwei Jahren wieder zwei Wölfe angesiedelt, Nachwuchs ist bislang ausgeblieben. Ansonsten tummele sich an Wild all das, was man auch aus anderen Naturgebieten und Wäldern kenne. Besonders stolz sei man auf Auerhühner, Bergpiper, Ringdrosseln oder Zitronenzeisige.

In den vergangenen 40 Jahren gab es nur drei Jahre, die kälter waren als das langjährige Mittel. Das gehe nicht spurlos an einer subalpinen Vegetation, wie diejenige des Feldbergs, vorbei. Die Probleme bestehen auch in den Alpen, mit einem Unterschied, erklärt der Feldberg-Ranger: Am Feldberg kann die Vegetation nicht in höhere, kühlere Regionen ausweichen. Bei 1.493 Metern sei schlichtweg Schluss. (Bild: Radio Farbenspiel/hoerfunkaktiv.de)

Zu Gast beim Feldberg-Ranger. Unsere Reportage, zu hören am Sonntag, den 13. November 2022, gegen 12:10 Uhr.

Den Feldberg-Ranger Achim Laber live erleben kann man am 11. und 12. November 2022, jeweils ab 19:00 Uhr in der Rothaus-GenussWelt. Mehr dazu in unseren Veranstaltungstipps.

Links zum Beitrag:

Reisemagazin hochschwarzwald.de

Schwarzwald-Tourismus „Auf Tour mit dem Ranger“

Rothaus GenussWelt